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I. Allgemeine Gesetze:
Murphy's Law: "Anything that can
go wrong, will." (Wenn irgend etwas
schief gehen kann, dann geht es auch schief.)
Folgerungen:
- Nichts ist so leicht,
wie es aussieht.
- Alles dauert länger als
man glaubt.
- Wenn bei mehreren Dingen
die Gefahr besteht, daß sie schief gehen, wird genau das schief gehen, was den
größtmöglichen Schaden anrichtet.
- Wenn man annimmt, daß
ein Projekt auf vier unterschiedliche Arten schief gehen kann und alle diese
verhindert, taucht urplötzlich eine fünfte auf.
- Wenn man Dinge sich
selbst überläßt, tendieren sie dazu, sich vom schlechten Zustand zu einem noch
schlechteren zu entwickeln.
- Immer, wenn man sich
anschickt, etwas zu tun, muß irgend etwas anderes noch vorher getan werden.
- Jede Problemlösung
verursacht neue Probleme.
- Es ist unmöglich, etwas
idiotensicher zu machen, weil Idioten so genial sind.
- Mutter Natur ist immer
auf der Seite des Fehlers.
Murphy's Philosophie: Lächle... morgen wird alles noch schlimmer!
Murphy's Proportionalitätskonstante: Alle Dinge werden direkt
proportional zu ihrem Wert beschädigt.
Quantisierte Formulierung von Murphy's Gesetz: Alles geht auf einmal
schief.
O' Toole's Kommentierung von Murphy's Gesetz: Murphy war ein Optimist.
Murphy's Gesetze für die Entwicklung und Fertigung:
- Toleranzen summieren
sich einseitig stets in die Richtung, die maximale Schwierigkeiten bei der
Fertigung verursacht.
- Wenn ein Projekt n
Bauelemente benötigt, werden davon n-1 Bauelemente am Lager sein.
- Motoren drehen sich
stets in die falsche Richtung.
- Eine vor Zerstörung
geschützte Schaltung wird andere Schaltungsteile zerstören.
- Ein mit einer Sicherung
geschütztes Bauteil wird stets zuerst hochgehen, um die Sicherung zu schützen.
- Fehler treten immer erst
nach der Endprüfung auf.
- Ein Bauelement oder
Messgerät wird lang genug, aber nicht länger funktionieren, bis es die
Eingangskontrolle erfolgreich passiert hat.
- Nach dem Lösen der
letzten von 16 Befestigungsschrauben stellt sich heraus, daß die falsche
Abdeckung geöffnet wurde.
- Wenn alle 16 Schrauben
wieder angezogen sind, stellt sich heraus, daß die Gummidichtung vergessen
wurde.
- Sobald ein Gerät
vollständig zusammengebaut ist, finden sich übriggebliebene Bauelemente auf
dem Tisch.
II. Anwendungen auf Lebensbereiche:
Computer-Murphologie:
- Jedes fertige Programm,
das läuft, ist veraltet.
- Wenn ein Programm
nützlich ist, muß es geändert werden.
- Wenn ein Programm
nutzlos ist, muß es dokumentiert werden.
- Jede Programmentwicklung
wächst so lange, bis es die Fähigkeiten des Programmierers übertrifft, der es
weiterführen muß.
- Erst wenn ein Programm
mindestens 6 Monate läuft, wird der katastrophale Fehler entdeckt werden.
- Programmiere ein System,
das selbst ein Irrer anwenden kann, und so wird es auch nur ein Irrer anwenden
wollen.
- Ein sorglos geplantes
Projekt dauert viermal so lange als erwartet. Ein sorgfältig geplantes Projekt
nur zweimal so lange.
- Jeder Programmierer
programmiert stets so lange bis der ihm zur Verfügung stehende Speicher
restlos aufgebraucht ist.
- Der Fehler befindet sich
immer in der Routine, die niemals getestet wurde.
- Fluchen ist die einzige
Sprache, die alle Programmierer wirklich beherrschen.
Hierarchien u. Organisationen:
- Die einzig wichtige
Information in einer Hierarchie ist: Wer darf was wissen?
- In jeder Organisation
gibt es eine bestimmte Anzahl von Positionen, die mit Versagern besetzt werden
müssen. Folge: Sobald ein Versager aus einer Organisation ausscheidet, muß ein
neuer eingestellt werden.
- Was dir auf einer Ebene
eine Belobigung einbringt, bringt dich auf einer anderen um.
- Wenn 12 Leute die Arbeit
von einem machen, ist das ein Ausschuss.
- Jedes einfache Problem
kann unlösbar gemacht werden, wenn man genügend viele Konferenzen darüber
abhält.
- Sobald die Methode, mit
der das Projekt ruiniert werden kann, endlich vorgestellt wird, wird sie
unweigerlich als vernünftige Lösung begrüßt werden.
- Sobald das Projekt
ruiniert ist, werden alle, die den falschen Weg unterstützt haben, ohne
Skrupel erklären: "Ich wünschte, ich hätte meine Bedenken gleich damals
geäußert."
- Wer alle Kommissionen
grundsätzlich ablehnt, wird gezwungen, den Vorsitz zu übernehmen.
- Sag nein, dann beginne
mit den Verhandlungen.
- Durcheinander schafft
offene Stellen.
- Eine Kommission kann
Beschlüsse fassen, die dümmer sind, als alle ihre Mitglieder zusammen.
Politiker und andere Subjekte:
- Wenn die Tatsachen gegen
dich sprechen, dann berufe dich auf das Gesetz. Wenn die Gesetze gegen dich
sprechen, dann berufe dich auf die Tatsachen. Wenn Tatsachen und Gesetze gegen
dich sprechen, dann schreie und schimpfe so laut du kannst.
- Wenn ein Politiker eine
Idee in die Tat umsetzen will, dann hat er sie falsch verstanden.
- Jeder amerikanische
Kreuzzug endet als krummes Geschäft.
- Die Zahl der
zurückgelegten Flugkilometer ist direkt proportional zur Unfähigkeit des
Kandidaten. (Folge: Jet lag akkumuliert sich).
- Ein guter Slogan kann
jegliches Denken 50 Jahre lang aufhalten.
- Traue nie einem
Informanten, der nie etwas Falsches berichtet.
- Wenn deine Fakten nicht
stimmen, dann führt unbestechliche Logik unweigerlich zu einem falschen
Ergebnis. Nur ein paar Denkfehler geben dir dann noch die Chance, wenigstens
zufällig richtig zu liegen.
- Wenn man genügend viele
Gutachten bestellt, kann man sich jede Meinung von einem Fachmann bestätigen
lassen.
- Spekuliere als Politiker
nie über Dinge, die man auch genau wissen kann.
- Trau nur denen, die
genauso viel zu verlieren haben wie du, wenn es nicht klappt.
Wissenschaften:
I. Einteilung:
- Ist es grün oder
schlängelt es sich, dann ist es Biologie.
- Wenn es stinkt, ist es
Chemie.
- Wenn es nicht
funktioniert, ist es Physik.
- Wenn man es nicht
versteht, ist es Mathe oder Informatik.
- Wenn es unlogisch ist,
ist es Philosophie, Psychologie oder Theologie.
- Wenn man Leukämie
kriegt, ist es Kernphysik.
- Wenn es strotzt vor Lüge
und Halbwahrheit, dann ist es Statistik.
II. Praxis:
- Man muß ein Idiot sein
um über das Werk eines anderen Idioten referieren zu können.
- Die interessantesten
Experimentalergebnisse treten nur einmal auf.
- Die Wiederholung eines
Experiments bestätigt gar nichts.
- Der Unterschied zwischen
den Naturgesetzen und Murphys Gesetzen liegt darin, daß man bei den
Naturgesetzen sicher sein kann, daß alles immer nach der gleichen Methode
schief geht.
- Die Natur belügt dich
immer solange es geht.
- Die grundlegenden
Bausteine der Materie kommen in der Natur nicht vor.
- Verwechsle nie das
Modell mit der Realität!
- Bestreite die letzte
Erkenntnis auf der Liste.
- Füge deine Erkenntnis
hinzu.
- Gib die Liste weiter.
- Ausnahmen sind immer
zahlreicher als Regeln.
- Von allen anerkannten
Ausnahmen gibt es Ausnahmen.
- Wenn man alle Ausnahmen
im Griff hat, erinnert sich niemand mehr an die Regeln, für die diese
Ausnahmen gegolten haben.
- Alles was in Klammern
steht, kann man ignorieren.
- In der Wissenschaft gibt
es keine Antworten, nur Querverweise.
Konstruktionslehre:
- Mach es zu groß und hau
so lange drauf, bis es paßt.
- Wenn man jemandem zeigen
will, daß eine Maschine nicht funktioniert, dann tut sie es.
- Jeder, der etwas
herstellt, wäre der letzte, der es benutzt.
- Wenn etwas nicht
funktioniert, dann mach es größer. (Je größer das Ausmaß, umso weniger fällt
es auf, daß es nicht funktioniert.)
- Nichts ist so dauerhaft
wie ein Provisorium.
- Was man nicht zerlegen
kann, fällt früher oder später von selbst auseinander.
- Etwas dort wegzunehmen,
wohin es gehört, erfordert weniger Energie, als es wieder an Ort und Stelle zu
bringen.
- Wenn man etwas oft genug
auseinander nimmt und wieder zusammensetzt, hat man schließlich zwei davon.
- Maschinen funktionieren
meist besser, wenn man sie einschaltet.
- Wenn es die "letzte
Minute" nicht gäbe, würde überhaupt nichts erledigt.
- Wenn man eine
Konstruktion versteht, dann ist sie veraltet.
- Alles was man ändern
kann, wird so lange verändert, bis es zu spät ist um noch etwas ändern zu
können.
Büro:
- Wenn alles andere
versagt, versuch es mal mit dem Vorschlag des Chefs.
- Wenn du zwei Anweisungen
erhältst, die sich widersprechen, dann befolge beide.
- Sobald du dich
niedersetzt um eine heiße Tasse Kaffee zu trinken, wird der Chef etwas von dir
verlangen, was solange dauert,
bis der Kaffee kalt ist.
- Wenn etwas vertraulich
ist, bleibt es versehentlich im Fotokopierer.
- Der allerletzte Termin
liegt eine Woche hinter dem letzten.
- Wenn du es ordentlich
ablegst, weißt du genau, wo es ist, aber du wirst es nie brauchen.
- Wenn du es nicht
ordentlich ablegst, wirst du es nicht finden, aber täglich fragt dich jemand
danach.
- Verhandle nie vor 10 Uhr
und und nie nach 4 Uhr: Vor zehn Uhr denken Sie, du bist zu eifrig; nach 4 Uhr
denken sie, du bist verzweifelt.
- Wenn du jemandem einen
Gefallen tust, dann gehört dies sofort zu deinem Job.
- Es ist schwierig, sich
wie ein Adler in die Lüfte zu erheben, wenn man von lauter Mastgänsen umgeben
ist.
Alltag:
- Immer wenn du an die
Reihe kommst, werden die Regeln geändert.
- Je früher man
zurückfällt, desto mehr Zeit hat man zum Aufholen.
- Allradantrieb bedeutet,
daß man erst dort stecken bleibt, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt.
- Je kälter der
Röntgentisch, desto weiter muß man sich ausziehen.
- Wenn du gerade beim
Gießen bist, fängt es zu regnen.
- Die Windgeschwindigkeit
steigert sich direkt proportional zu den Kosten für die neue Frisur deiner
Frau.
- Ärzte können ihre Fehler
begraben, aber ein Architekt kann dir nur raten, Efeu zu pflanzen.
- Deine Bemühungen, einen
zerbrechlichen Gegenstand in letzter Sekunde zu fangen, werden unweigerlich
größere Zerstörungen anrichten, als wenn du ihn hättest fallen lassen, ohne
dich darum zu kümmern.
- Überall gibt es fünf
Elemente: Feuer, Wasser, Luft, Erde und Stupidität.
- Zwei Dinge sind
unendlich: Das Weltall und die menschliche Blödheit. Beim Weltall zweifelt die
Wissenschaft allerdings noch.
Hierarchien:
- In jedem von Menschen
geführten Unternehmen sucht sich die Arbeit die niedrigste Stufe der
Hierarchie.
- Die Organisation jeder
Bürokratie ist wie ein Abwasserbecken: Die großen Brocken werden immer nach
oben gespült.
- Macht neigt dazu,
Beschäftigungen an solche zu vergeben, die nicht in der Lage sind, sie
aufzuführen.
- In einer hierarchischen
Organisation ist das Durcheinander um so großer, je höher die Stufe.
- Diejenigen, die etwas
können, tun es. Diejenigen, die nichts können, unterrichten es. Diejenigen,
die es weder tun noch unterrichten können, verwalten es.
- Der Mann, der lächelt,
wenn etwas schief geht, hat an jemanden gedacht, den er verantwortlich machen
kann.
- Technologie wird von 2
Menschentypen beherrscht: Von denjenigen, die begreifen, was sie nicht
verwalten und von denjenigen, die verwalten, was sie nicht begreifen.
- Ein Idiot in einer hohen
Stellung ist wie ein Mann auf dem Gipfel eines hohen Berges: Alles erscheint
ihm klein, und er wirkt auch auf jeden klein.
- Das unvermeidliche
Ergebnis von verbesserten und erweiterten Mitteilungen zwischen verschiedenen
Stufen einer Hierarchie ist ein unermesslich wachsendes Gebiet von
Missverständnissen.
- Jeder Befehl, der
missverstanden werden kann, wird missverstanden.
Haushalt und Konsum:
- Die größte Attraktion
für die Suppe ist eine saubere Krawatte.
- Der pingeligste Gast
kriegt immer die angeschlagene Tasse, das Haar in der Suppe und das Glas mit
dem Lippenstift dran.
- Die Papiertüte die
platzt, ist die mit dem Whiskey und den Eiern drin.
- Angeschlagenes Geschirr
zerbricht nie.
- Das Haustier ist immer
auf der falschen Seite der Türe.
- Wenn du das Radio
andrehst, wirst du immer die letzten Takte deines Lieblingsliedes hören.
- Das Buch, für das du
gestern DM 49,- bezahlt hast, kommt morgen als Taschenbuch zu DM 8,90 raus.
- Wenn draufsteht "Für
alle Größen", paßt es niemandem.
- Je mehr etwas kostet,
desto weiter muß man es zur Reparatur schicken.
- Was du dir leisten
kannst, willst du nicht haben.
- Das Ding, das du
möchtest, gibt es nie im Schlußverkauf.
- Investiere niemals in
etwas, das frißt.
- Vom Fußboden kann man
nicht fallen.
- Kinder brauchen etwa
drei Jahre, um das vorherige Gesetz zu kapieren.
Soziologie und Ethnologie:
- Zölibat ist nicht
erblich.
- Schönheit mal Gehirn ist
konstant.
- Dringendes Bedürfnis ist
die Mutter fremder Bettgenossen.
- Schönheit ist nur
oberflächlich, aber Häßlichkeit geht durch und durch.
- Die Gesamtmenge in einem
System ist immer konstant.
- Jede Verringerung in
einer Richtung hat eine Zunahme in eine andere Richtung zur Folge. (z.B. Die
Abnahme von Arbeitslosigkeit und
Armut wird von einer Steigerung bei Mord und Umweltverschmutzung begleitet).
- Die Summe der
Intelligenz auf unserem Planeten ist konstant, aber die Bevölkerung wächst.
- Niemand versteht oder
kümmert sich um das, was irgend jemand tut.
- Werde nicht sauer!
Rechne ab! (Merksatz: Eine Smith & Wesson übertrumpft 4 Asse).
- Freunde kommen und
gehen, Feinde sammeln sich an.
- Indem man sich einen
Feind macht, tut man einem anderen einen Gefallen.
- Menschen und Nationen
werden sich vernünftig verhalten, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft
sind.
- Jeder sollte an etwas
glauben. Ich glaube, ich hol mir noch'n Bier aus dem Kühlschrank.
Nochmals Konsum:
- Wenn es gut ist, wird es
abgeschafft.
- Wenn es paßt, ist es
häßlich.
- Eine 60-Tage-Garantie
garantiert dafür, daß sich das Produkt am 61. Tag selbst zerstört.
- Jedes Stück, das mit NEU
und/oder VERBESSERT beschriftet ist, ist es nicht.
- Jedes Etikett NEU
und/oder VERBESSERT bedeutet eine Preiserhöhung.
- Der Test über einen
gekauften Artikel erscheint drei Tage nachdem Du den Artikel gekauft hast.
- Der Artikel, denn du
gekauft hast, wird mit NICHT EMPFEHLENSWERT bewertet.
- Der andere, den du wegen
des geringeren Preises nicht genommen hast, wird mit SEHR EMPFEHLENSWERT
bewertet.
- Wenn es dir gefällt,
dann haben sie es nicht in deiner Größe.
- Wenn es dir gefällt und
es paßt, dann kannst du es dir nicht leisten.
- Wenn es dir gefällt,
paßt und du es dir leisten kannst, dann fällt es beim ersten Tragen
auseinander.
- Die angenehmsten Dinge
verursachen Krebs bei Labormäusen und sind unverschämt hoch besteuert.
Vorgesetzte und andere Nieten:
- Wenn ein Vorgesetzter
erst anfängt zu denken, verliert er die Übersicht.
- Verantwortung hat nichts
mit Kompetenz zu tun.
- Die Beamten, die man am
wenigsten brauchen kann, stehen am weitesten oben.
- Die Unfähigkeit eines
Vorgesetzten zeigt sich darin, daß er noch nicht einmal die Probleme zu lösen
vermag, die man ohne ihn gar nicht hätte.
- Wenn der allerdümmste
Beamte des Hauptamtes in die Personalabteilung versetzt wird, steigt in beiden
Abteilungen der durchschnittliche Intelligenzquotient.
- Operative Hektik ersetzt
geistige Windstille (Merksatz: Auch Panik lässt keine geistigen Flügel
wachsen.)
- Die Aufgabe eine
Behördenleiters besteht darin, Zufall durch Irrtum zu ersetzen.
- Die Tätigkeit eines
Behördenleiters ist beschränkt. Sie beschränkt sich darauf, seine Mitarbeiter
zu demotivieren.
- Ein Amtsleiter besitzt
nichts außer Unkenntnis, aber die verteidigt er leidenschaftlich.
- Jedermann kann sich dumm
stellen, aber ein Amtsleiter wirkt meist überzeugender.
- Es genügt nicht, keine
Gedanken zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.
- Es ist verdammt hart,
eine Niete zu sein.
- Um sich keine Meinung zu
bilden, benötigt ein Amtsleiter mindestens einen Arbeitstag.
- Da er nicht weiß, was er
macht, weiß er auch nicht, was er falsch macht.
- Was der Untergebene
Entscheidungsschwäche nennt, nennt der Vorgesetzte Flexibilität.
- Delegieren heißt Macht
verlieren.
- Wälze Fehler ab.
- Ziehe Erfolge an dich.
- Von unfähigen
Untergebenen soll man sich nicht trennen. Man braucht sie als Sündenböcke.
- Die Qualität eines
Beamten wird nicht danach bemessen, wie viele Akten er abschließt, sondern wie
viele er anlegt.
- Du kannst nie so alt
werden wie du Überstunden abgerechnet hast.
- In einer Amtsbesprechung
wartet man am besten auf den Standpunkt des Vorgesetzten. (Vorausgesetzt er
hat einen und vorausgesetzt er kann diesen überhaupt formulieren).
- Die Pflichterfüllung
eines Beamten ist mit seiner Anwesenheit erschöpft.
- Wer kriecht kann nicht
stolpern.
- Die Erfolge finden immer
an der Spitze einer Hierarchie statt. Die Mißerfolge am anderen Ende.
Polizei:
- Es werden immer so viele
Strafzettel verteilt, bis der Block leer ist.
- Wenn du auf der Straße
belästigt wirst, dann schrei nicht um Hilfe sondern parke falsch - dann kommt
die Polizei.
- Beim Falschparken gilt:
Mengenrabatt ist nicht. Vorauszahlung auch nicht. Zehnerkarten erst recht
nicht.
- Falsch geparkt hat man
nur, wenn man erwischt wird.
- Freie Parkplätze sieht
man nur als Fußgänger.
- Radarfallen stehen nur
dort, wo das Rasen so richtig Spaß macht.
- Der Blinker fällt nur
dann aus, wenn ein Polizeiwagen in der Nähe ist.
- Zwei Polizisten ahnden
Verkehrsübertretungen stets unterschiedlich. Du gerätst immer an den
Unnachgiebigen.
- Der Täter ist immer
früher am Tatort.
- Ein Vermummungsrecht
gilt nur für Demonstranten, nicht jedoch für Polizisten.
- Der Demonstrant, der am
brutalsten vorgegangen ist, wird am lautesten auf seine Rechte pochen.
- Eine Demonstration für
den Frieden ist selten friedlich.
- Zeugen widersprechen
einander. Selbst wenn es nur einen Zeugen gibt.
Finanzamt:
- Meide einen Mitmenschen,
der behauptet, ihm mache seine Steuererklärung Spaß, und er gebe sie bereits
am 2. Januar ab.
- Egal wie viel man
verdient. Man zahlt immer zu viele Steuern.
- Reich ist man erst, wenn
es einem egal ist, wie viel das Finanzamt nimmt.
- Subventionen bekommen
immer nur die anderen. Steuerrückzahlungen auch.
- Kein Steuertarif ist
gerecht.
- Wenn der Steuertarif
geändert wird, spürst du nichts davon: Niedrige Steuern werden immer durch
höhere Sozialabgaben ausgeglichen.
- Steuererleichterungen
für bestimmte Einkommensarten werden genau in dem Jahr außer Kraft gesetzt, in
dem du erstmalig solche
Einkommen hast.
- Die heimlichen
Steuererhöhungen nehmen unheimlich zu.
- Den Beleg für die
teuerste Ausgabe wirst du nie finden.
- Geh nie freiwillig zum
Finanzamt. Sie könnten etwas entdecken.
- Wenn du einen
Finanzbeamten auf einen kleinen Fehler in deinem Steuerbescheid aufmerksam
machst, der zu deinen Gunsten geändert
werden soll, wird er einen großen Fehler entdecken, den er zu deinen Ungunsten
anrechnet.
- Kein Finanzbeamter wird
deinen Argumenten folgen können oder wollen.
Schule:
- Ferien sind stets zu
kurz - besonders in der letzten Ferienwoche.
- Alle Lehrer sind zu
jeder Zeit ferienreif.
- Ohne Schule gäbe es
keine Ferien.
- Schüler behindern eher
die Arbeit in der Schule.
- Schüler verstehen nie
etwas und stellen immer die falschen Fragen.
- Keiner erinnert sich an
den Stoff der letzten Stunde.
- In den Augen der Schüler
spiegelt sich mittags um zwölf noch die Länge des gestrigen Fernsehabends.
- Auch wenn sie gar nicht
wissen, wie es geht - an die Wand schmieren können sie es bereits.
- Es ist für einen Schüler
nicht schwer, mehr Erlasse zu kennen als der Lehrer.
- Lehrer gehen genauso
ungern in die Schule wie Schüler.
- Die meisten Lehrer
finden ihre Stunden ebenso langweilig wie die Schüler.
- Ein Lehrer weiß selten
mehr als der Schüler, er kann es nur besser verbergen.
- Lehrer verschweigen
Begründungen für den Lehrstoff nicht. Sie verweisen lediglich darauf, daß die
Begründung erst im kommenden Jahr erfolgen wird, weil der Schüler sie erst
dann verstehen kann.
- Kein Lehrer blickt über
den Horizont seines Lehrbuches hinaus.
- Nichts nervt einen
Lehrer mehr als ein Schüler, der mehr weiß, als er wissen dürfte.
- Nicht für die Schule
sondern für den Lehrplan lernen wir.
- Kein Schüler ist so
dämlich, um nicht wenigstens als abschreckendes Beispiel dienen zu können.
- Wenn du dich gut
vorbereitest, kommst du nicht dran - höchstens in dem Teilgebiet, das du als
unwichtig ausgelassen hast.
- Mindestens eine Lösung
im Lehrerhandbuch ist falsch. Aber welche?
- Die Realität hält sich
selten wenn überhaupt an das, was der Lehrer an die Tafel gekritzelt hat.
- Die letzten 5 Minuten
einer Unterrichtsstunde sind wesentlich länger als die ersten 5 Minuten.
- Nachmittagsunterricht
ist vormittags am schönsten.
- Unterricht zu halten,
ohne gegen Gesetze, Verordnungen, Bestimmungen, Erlasse, Verfügungen oder
Anordnungen zu verstoßen, ist unmöglich.
- Ein Lehrer mit nur 2
Augen ist hilflos bei 30 Schülern.
- Nirgendwo fallen so
viele Schulstunden aus wie in der Schule.
- Die Lehrerausbildung
bereitet den künftigen Lehrer auf alles vor, nur nicht auf die Wirklichkeit.
Bürokratie - ultima ratio der Menschheit:
- Behörden existieren,
damit gewöhnliche Sterbliche die Unfertigkeit des Universums vor Augen haben.
- Das Fehlen des
Beamtenapparates würden nur die Beamten merken. Falls sie überhaupt etwas
bemerken.
- Der Sinn einer Behörde
liegt in ihrer Existenz.
- Was eine richtige
Behörde ist, die kontrolliert sich selbst.
- Auch eine reorganisierte
Behörde bleibt eine Behörde.
- Selbst eine Behörde
kommt gegen eine Behörde nicht an.
- Untaugliche Erlasse
halten ewig. Dumme Erlasse doppelt so lange. (Erlass geht vor Verstand).
- Es bringt wenig Sinn,
einen Erlass verstehen zu wollen.
- Verordnungen haben mit
der Wirklichkeit etwa soviel zu tun wie die Schwarzwaldklinik mit dem Aachener
Großklinikum.
- Keine noch so harte
Wirklichkeit ist dem planlosen Eingreifen eines Beamten auf Dauer gewachsen.
- Beamte unterscheiden
sich von gewöhnlichen Bürgern darin, daß sie ihre Fehler noch nach Jahrzehnten
mittels Akten belegen können.
- Vorgänge erweitern sich,
um den vorhandenen Aktenordner auszufüllen.
- Die Zahl der Akten
vermehrt sich so lange, bis das Archiv voll ist.
- Beamte dürfen nichts
annehmen, nicht einmal Vernunft.
- Was ein Beamter nicht
begreift, wird von ihm untersagt. Daher ist in unserem Land so viel verboten.
- Der 2. Hauptsatz der
Wärmelehre real formuliert: Unordnung -> Chaos -> Öffentliche Verwaltung.
- Einen Beamten kann man
auch mit einem Satz beleidigen, den er nicht versteht.
- Behörden geben
Bescheide, aber keine Antworten.
- Verwirre einen Beamten
nicht indem du ihn nach dem Sinn seiner Arbeit fragst.
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