Offroad Fahrtipps

 

Startseite
Ebene zurück
Offroad Fahrgelände
Gelände Arten :-)
Ausrüstung
Offroad Fahrtipps
Wartungsarbeiten
Seilzug oder Winde?
Wörterbuch Deu-Eng
CB Funk
Reifen Beschreibung
Reifenbezeichnung
Etikettenschwindel
Kfz Klemmen
Anhänger Steckdose
Anhänger rangieren
Du und dein Jeep
Der Name Jeep
Offroad Bilder
Linksammlung


Ich möchte Euch hier einige Anregungen aus meinen Erfahrungen, bei Ausflügen im "offenen Gelände", für Eure eigenen Trips mitgeben!
 

Die Ausrüstung

Die Ausrüstung solltet ihr euch selbst zusammenstellen. Je nachdem was ihr vorhabt solltet ihr verschiedene Dinge einpacken. Eine kleine Hilfe findet ihr auf der Seite Ausrüstung.


Der Kraftstoff

Was oft vergessen und unterschätzt wird, ist der Tank! Man weiß bei Fahrten im Wald oder unbekannten Landschaften nie wo man landet oder möglicherweise sogar stecken bleibt, von daher ist es ratsam, besonders bei Fahrzeugen die etwas mehr Sprit benötigen, mit einem gefüllten Tank die "Reise" zu starten oder gar einen Ersatzkanister mitzuführen.


Gefälle und Steigungen

Beim Befahren von Gefällen und Steigungen ist jederzeit der Böschungswinkel des Fahrzeugs zu beachten, nicht das plötzlich Anbauteile oder gar komplette Stoßfänger abgerissen werden!

Ist man sich nicht sicher, ob der Böschungswinkel ausreicht, langsam an die Steigung heran fahren, davor halten und nachsehen ob eine weiterfahrt überhaupt möglich ist! Kostet zwar etwas Zeit, aber besser Zeit investiert als die Kosten für unnötige Reparaturen!

Was außerdem häufig unterschätzt wird, ist die Schräglage des Fahrzeugs, wenn nahezu waagerecht zum Steigungswinkel entlang gefahren wird. Hier besteht relativ hohe Kippgefahr des Wagens. Von daher in möglichst steilem Winkel zur Horizontalen fortbewegen!

Immer vermieden werden sollte ein Wenden des Wagens an extremen Schrägen.


Reifenluftdruck

Der Reifenluftdruck des Allradlers spielt im Gelände eine wesentliche Rolle. Während er auf Strassen und zu Beginn der Offroad-Fahrt nach den Angaben in der Betriebsanleitung eingestellt sein sollte, ist eine Veränderung des Drucks im Gelände teilweise von Vorteil!

Beispielsweise beim Überfahren von Wurzeln oder Baumstämmen, hierzu ist es gerade bei feuchter Witterung erforderlich, den Reifenluftdruck zu verringern um mehr Reibungsfläche der Reifen zu erzielen und somit ein Durchdrehen der Räder zu erschweren. Allerdings muß die dadurch sinkende Bodenfreiheit beachtet werden, um ein mögliches Aufsitzen zu vermeiden!

Allradantrieb, Geländeuntersetzung und Differentialsperre sind beim Durchfahren oder Überqueren von Hindernissen immer ratsam, wenn ein weiterkommen ohne diese "Helfer" nicht mehr möglich ist!


Gräben

Das Überqueren von Gräben und ähnlichen Hindernissen ist eine, je nach Fahrzeug, heikle Angelegenheit. Ganz klar im Vorteil sind hier Geländewägen mit großer Bodenfreiheit, extremer Achsverschränkung, genialem Böschungswinkel und kurzem Radstand.

Ohne Allradantrieb und Differentialsperre ist ein Durchfahren, bzw. Überfahren von Gräben oft gar nicht möglich. Vor allem wenn ein oder zwei Räder keinen Bodenkontakt mehr haben und somit die anderen Räder mit Bodenkontakt weniger oder kaum noch angetrieben werden.

Ein Graben sollte immer in möglichst stumpfen Winkel zum Grabenverlauf angefahren werden, da Radstand und Böschungswinkel des Wagens eine Überquerung meist unmöglich machen! Wenn man der Meinung ist, dass eine Überfahrt mit dem Fahrzeug machbar ist, nicht zu langsam durch den Graben fahren, sondern etwas Schwung mitnehmen, um ein stecken bleiben zu vermeiden. Hierzu ist eine gewisse Erfahrung und auch etwas Mut erforderlich! Aber schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!!


Gewässer

Ein Fluss, Bach oder andere Gewässer bergen immer ein gewisses Risiko und verlangen ein Maß an Abenteuerlustigkeit!

Wichtig für ein sicheres Durchfahren ist die Information über die Wattiefe des Fahrzeuges und die Tiefe des Gewässers! Die Wattiefe gibt an, bis zu welcher Höhe der Wagen ins Wasser eintauchen kann, ohne das er "absäuft"!

Ist die Tiefe des zu durchfahrenden Wassers nicht bekannt, sollte man im Vorfeld den Fluss oder ähnliches durchlaufen, um spätere Überraschungen zu umgehen! Hierbei bekommt man gleichzeitig etwas Aufschluss über die Beschaffenheit des Gewässergrundes und eventuelle Hindernisse, die von außen nicht erkannt werden können!

Ebenfalls erforderlich ist Allradantrieb, Differentialsperre und Geländeuntersetzung, um mit relativ hoher Motordrehzahl den Bach oder Fluss zu durchfahren. Sehr zu beachten ist die Geschwindigkeit! Ist diese zu niedrig, bleibt das Fahrzeug möglicherweise im Morast und Schlamm stecken und gräbt sich ein. Ist die Geschwindigkeit zu hoch, führt dies unter Umständen dazu, dass Aufschwappendes Wasser in den Ansaugkanal des Luftfilters gerät und der Motor "absäuft"!!

Wenn die Möglichkeit besteht, mit niedrigen Gewässern anfangen und langsam "hocharbeiten" um bösen Überraschungen zu entgehen!!