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Ich möchte Euch hier einige Anregungen aus meinen Erfahrungen, bei Ausflügen im
"offenen Gelände", für Eure eigenen Trips mitgeben!
Die Ausrüstung
Die Ausrüstung solltet ihr euch selbst zusammenstellen. Je nachdem was
ihr vorhabt solltet ihr verschiedene Dinge einpacken. Eine kleine Hilfe
findet ihr auf der Seite Ausrüstung.
Der Kraftstoff
Was oft vergessen und unterschätzt wird, ist der Tank! Man weiß bei Fahrten im
Wald oder unbekannten Landschaften nie wo man landet oder möglicherweise sogar
stecken bleibt, von daher ist es ratsam, besonders bei Fahrzeugen die etwas mehr
Sprit benötigen, mit einem gefüllten Tank die "Reise" zu starten oder gar einen
Ersatzkanister mitzuführen.
Gefälle und Steigungen
Beim Befahren von Gefällen und Steigungen ist jederzeit der Böschungswinkel des
Fahrzeugs zu beachten, nicht das plötzlich Anbauteile oder gar komplette
Stoßfänger abgerissen werden!
Ist man sich nicht sicher, ob der Böschungswinkel ausreicht, langsam an die
Steigung heran fahren, davor halten und nachsehen ob eine weiterfahrt überhaupt
möglich ist! Kostet zwar etwas Zeit, aber besser Zeit investiert als die Kosten
für unnötige Reparaturen!
Was außerdem häufig unterschätzt wird, ist die Schräglage des Fahrzeugs, wenn
nahezu waagerecht zum Steigungswinkel entlang gefahren wird. Hier besteht
relativ hohe Kippgefahr des Wagens. Von daher in möglichst steilem Winkel zur
Horizontalen fortbewegen!
Immer vermieden werden sollte ein Wenden des Wagens an extremen Schrägen.
Reifenluftdruck
Der Reifenluftdruck des Allradlers spielt im Gelände eine wesentliche Rolle.
Während er auf Strassen und zu Beginn der Offroad-Fahrt nach den Angaben in der
Betriebsanleitung eingestellt sein sollte, ist eine Veränderung des Drucks im
Gelände teilweise von Vorteil!
Beispielsweise beim Überfahren von Wurzeln oder Baumstämmen, hierzu ist es
gerade bei feuchter Witterung erforderlich, den Reifenluftdruck zu verringern um
mehr Reibungsfläche der Reifen zu erzielen und somit ein Durchdrehen der Räder
zu erschweren. Allerdings muß die dadurch sinkende Bodenfreiheit beachtet
werden, um ein mögliches Aufsitzen zu vermeiden!
Allradantrieb, Geländeuntersetzung und Differentialsperre sind beim Durchfahren
oder Überqueren von Hindernissen immer ratsam, wenn ein weiterkommen ohne diese
"Helfer" nicht mehr möglich ist!
Gräben
Das Überqueren von Gräben und ähnlichen Hindernissen ist eine, je nach Fahrzeug,
heikle Angelegenheit. Ganz klar im Vorteil sind hier Geländewägen mit großer
Bodenfreiheit, extremer Achsverschränkung, genialem Böschungswinkel und kurzem
Radstand.
Ohne Allradantrieb und Differentialsperre ist ein Durchfahren, bzw. Überfahren
von Gräben oft gar nicht möglich. Vor allem wenn ein oder zwei Räder keinen
Bodenkontakt mehr haben und somit die anderen Räder mit Bodenkontakt weniger
oder kaum noch angetrieben werden.
Ein Graben sollte immer in möglichst stumpfen Winkel zum Grabenverlauf
angefahren werden, da Radstand und Böschungswinkel des Wagens eine Überquerung
meist unmöglich machen! Wenn man der Meinung ist, dass eine Überfahrt mit dem
Fahrzeug machbar ist, nicht zu langsam durch den Graben fahren, sondern etwas
Schwung mitnehmen, um ein stecken bleiben zu vermeiden. Hierzu ist eine gewisse
Erfahrung und auch etwas Mut erforderlich! Aber schließlich ist noch kein
Meister vom Himmel gefallen!!
Gewässer
Ein Fluss, Bach oder andere Gewässer bergen immer ein gewisses Risiko und
verlangen ein Maß an Abenteuerlustigkeit!
Wichtig für ein sicheres Durchfahren ist die Information über die Wattiefe des
Fahrzeuges und die Tiefe des Gewässers! Die Wattiefe gibt an, bis zu welcher
Höhe der Wagen ins Wasser eintauchen kann, ohne das er "absäuft"!
Ist die Tiefe des zu durchfahrenden Wassers nicht bekannt, sollte man im Vorfeld
den Fluss oder ähnliches durchlaufen, um spätere Überraschungen zu umgehen!
Hierbei bekommt man gleichzeitig etwas Aufschluss über die Beschaffenheit des
Gewässergrundes und eventuelle Hindernisse, die von außen nicht erkannt werden
können!
Ebenfalls erforderlich ist Allradantrieb, Differentialsperre und
Geländeuntersetzung, um mit relativ hoher Motordrehzahl den Bach oder Fluss zu
durchfahren. Sehr zu beachten ist die Geschwindigkeit! Ist diese zu niedrig,
bleibt das Fahrzeug möglicherweise im Morast und Schlamm stecken und gräbt sich
ein. Ist die Geschwindigkeit zu hoch, führt dies unter Umständen dazu, dass
Aufschwappendes Wasser in den Ansaugkanal des Luftfilters gerät und der Motor
"absäuft"!!
Wenn die Möglichkeit besteht, mit niedrigen Gewässern anfangen und langsam
"hocharbeiten" um bösen Überraschungen zu entgehen!!
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