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Zum Campen braucht man, diverse Ausrüstungsgegenstände. Zelt und Schlafsack sind oftmals unerlässlich. Ein Rucksack, um die Ausrüstung zu transportieren, ein Kocher um sich eine warme Mahlzeit zu bereiten, Schuhe um die Füße zu schonen. Eine Isomatte gegen die Bodenkälte.

Auf dieser Seite gibt es ein paar Informationen über die nötigsten Ausrüstungsgegenstände.

Mein Vorschlag: Trangia-Sturmkocher

Bei diesem Sturmkocher handelt es sich um einen Spiritus Kocher.

Der Kocher besteht aus:

  • Dem Kochgeschirr (Alu, Edelstahl).

  • Einem Windschutz + Topfhalter.

  • Dem eigentlichen Spiritusbrenner.

Diese Komponenten sind ineinander verstaubar um den Platzbedarf gering zu halten.

Vorteile:

  • Einfache Handhabung.

  • Integierter Windschutz.

  • Kochgut brennt nicht so leicht an.

  • Keine komplizierte oder reparaturanfällige Technik (Robust und Einfach).

  • Spirituskocher sind von allen Kochern die pflegeleichtesten.

  • Wegen der einfachen Bauart preiswert.

Nachteile:

  • Längere Kochzeit als bei Gas oder Benzin (wegen des geringeren Heizwertes des Spiritus).

Brennstoff:

Spiritus ist vergällter Ethanol (Ethyl Alkohol), der in vielen einfachen Kochern verwendet wird. Das Vergällungsmittel dient dazu den Alkohol untrinkbar zu machen, damit dieser von der Alkoholsteuer befreit ist.

 Durch starke Rußentwicklung wird der Topf schnell schwarz. Kann durch das Beimischen von Wasser (max. 10 Prozent, reduziert die Heizleistung!), verhindert werden. Spiritus muss bei großer Kälte vorgewärmt werden.

Verbrauch:

ca. 2 ml/min Spiritus. Um einen Liter Wasser zum kochen zu bringen benötigt man ca. 10 Minuten. Dies bedeutet, dass man mit einem Liter Spiritus etwa 50 l Wasser zum Kochen bringen kann.


Isoliermatten

Schaumstoff-Isomatten sind meistens aus PE Schaum oder EVA-Schaum. EVA-Schaum ist FCKW frei, nimmt kein Wasser auf, ist geschlossenzellig und bietet daher eine gute Isolierung. Schaumstoffmatten verformen sich bei höheren Temperaturen (ab ca 50°). Sie gehen nicht so leicht kaputt wie aufblasbare Matten. Sie halten meistens auch spitzere Steine aus, solange diese nicht zu groß sind. Die Vorteile dieser Isomatten gegenüber selbaufblasenden und mit Luft gefüllten Isomatten sind vor allem der geringere Anschaffungspreis, die höhere Robustheit und auch das Gewicht. Als Nachteile wären ein geringerer Komfort und die etwas schlechtere Isolation zu nennen.


Schlafsack

Kunstfaser-Schlafsäcke

Der Vorteil von Kunstfaserfüllungen besteht darin, dass sie kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Sollte dies doch passieren, verlieren sie auch in nassem Zustand kaum an Loft und trocknen rasch. Zudem sind sie unkompliziert in der Pflege. Sie sind empfehlenswert für Gebiete mit permanent hoher Luftfeuchtigkeit, bei der Benutzung von wasserdichten Biwaksäcken (Kondenswasser) sowie Wintertouren. Ein weiterer Vorteil gegenüber den Daunenschlafsäcken ist der geringere Preis. Kunstfaserfüllungen werden aus Polyesterfasern verschiedenster Art hergestellt. Wichtig für die Bauschfähigkeit ist die Oberflächenbehandlung der Fasern. Unter dem Mikroskop hat die Polyesterfaser eine raue Oberfläche. Die einzelnen “Fäden” können sich so stark ineinander verhaken, dass sie sich nicht mehr aufbauschen. Deshalb werden die Fasern mit einer glatten Silikonschicht ummantelt. Je aufwändiger dieses Verfahren und der Aushärtungsgrad des Silikons ist, desto länger bleibt die Bauschfähigkeit der Faser erhalten. Die Konstruktionsweise der Füllung ist auf den Einsatzbereich ausgelegt. Je nach erwünschter Wärmeleistung werden die Kunstfasern auf Vliesen fixiert und dann ein- oder mehrlagig verwendet. Dann werden sie direkt am Außen- und Innenmaterial vernäht. Bei der Verarbeitung mit loser Außenhülle wird gänzlich auf eine Verbindung mit dem Außenmaterial durch Nähte verzichtet, um ein Entweichen der Wärme durch die Nahtlöcher zu verhindern. Bei der Schindeltechnik wird im Prinzip wie bei Dachschindeln gearbeitet: Ein Schindel-Ende wird mit der Innen-, eins mit der Außenhülle vernäht.


Zelte 

Tunnelzelte:

Diese Zeltform wird von mindestens zwei Gestängebögen, die zum Bogen aufgespannt parallel nebeneinander stehen, getragen. Sie muss in Längsrichtung abgespannt werden. Tunnelzelte bieten von allen Zeltformen die beste Raumausnutzung - das heißt im Verhältnis zur Größe sind Tunnelzelte relativ leicht. Sie lassen sich schnell aufbauen, da Innen- und Außenzelt meist miteinander gekoppelt sind. Tunnelzelte sind mit der schmalen Seite zum Wind sehr windstabil. 

Kuppelzelt:

Die einfachste Form der Kuppelzelte ist die Kreuzkuppel: Zwei Gestängebögen kreuzen sich einmal über dem Zeltmittelpunkt. Die Gestängeführungen (Kanäle, Schlaufen) befinden sich meist am Innenzelt, das Außenzelt wird nach dem Aufbau des Innenzeltes darüber befestigt. Eine Konstruktion, die wenig Heringe benötigt. Bei geodätischen Kuppelzelten kreuzen sich mehrere Gestängebögen mehrmals. Die Außenzeltfläche wird so in kleinere Flächen unterteilt, infolgedessen erhöht sich die Eigen- und Windstabilität deutlich. Geodätische Zelte sind die erste Wahl für alle extremen Unternehmungen.  

Beschichtungen:

Baumwollgewebe sind meist unbeschichtet (ggf. imprägniert), während Nylon-, Polyester- und Baumwoll-Mischgewebe immer beschichtet sein müssen, um regen-/ wasserdicht zu sein. Baumwolle quillt durch Feuchtigkeit auf, die Zwischenräume im Gewebe schließen sich und das Material wird auf diesem Weg regendicht. Es gibt PU- und SI-beschichtete Zelte: Polyurethan (PU): Hochwertige und flexible Beschichtung, die eine hohe Dichte erreicht und daher auch für Zeltböden geeignet ist. Aufgrund der Möglichkeit der Nahtverklebung häufig auch im Außenzeltbereich verwandt. Silikon (SI): Sehr hochwertige, elastische und langlebige Beschichtung, erhöht im Gegensatz zu anderen Beschichtungsarten die Reißfestigkeit und UV-Stabilität des Materials.

Zeltgestänge:

Zeltgestänge werden mit unterschiedlichem Durchmesser gefertigt und auf den jeweiligen Zelttyp abgestimmt. Je nach Zeltart und den verwendeten Geweben kommen unterschiedliche Materialien und Konstruktionen zum Einsatz: Stahl wird bei großen Gruppen- und Lagerzelten aus Baumwollgewebe verwendet; entweder als Rohrkonstruktion (Gerüst) oder einzelne Aufstellstange. Hohes Gewicht und hohe Stabilität. Glasfiber (Epoxydharz): Durch einen Gummizug verbundene, hohle Glasfiberstangen mit außen liegenden Verbindungshülsen. Glasfiberstangen sind die günstigere Alternative. Aluminiumlegierungen werden sowohl für Gestängebögen als auch für Aufstellstangen verwendet; sie sind leichter, steifer und stabiler als Glasfiber. Die Verbindungshülsen liegen innen, damit ist die Außenfläche glatt. Sie sind per Gummizug verbunden. Bei kleineren Bögen mit engem Radius sind die Einzelsegmente vorgebogen, um die Bruchgefahr zu verringern. Aluminiumgestänge gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und Ausführungen (z.B. bezeichnet die Nummerierung T9 die Art der Wärmebehandlung (Elastizität); die Skala reicht von T1 bis T10, wobei T10 am hochwertigsten ist). Featherlite ist sehr leicht und bietet hülsenlose Übergänge zwischen den Segmenten. Hochwertigere Gestänge sind durch Oberflächenbehandlung (Eloxierung, Lackierung) gegen Witterungseinflüsse und vor Korrosion geschützt. Durch die glattere Oberfläche gleiten sie besser in die Gestängekanäle.

Belüftung:

Prinzipiell benötigen alle Zelte neben den Eingängen zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten. Baumwoll-Zelte sind im trockenen Zustand luftdurchlässig, bei Nässe hingegen verliert das Gewebe die Atmungsaktivität. Beschichtete Nylon- und Polyester-Zelte sind nahezu luftdicht, wenn das Überzelt bis auf den Boden reicht, Apsiden und Eingänge geschlossen sind. Um die Bildung von Kondenswasser zu verringern, müssen diese Zelte gut belüftet werden.

Apsiden:

Absiden sind Gepäckstauräume außerhalb des Innenzeltes, sie dienen außerdem als Eingang und – geöffnet – als Kochstelle bei schlechtem Wetter. Achtung: Nie im geschlossenen Zelt kochen, dies ist aufgrund des entflammbaren Gewebes gefährlich und zudem kann durch die Hitzeentwicklung des Kochers die Beschichtung beschädigt werden. Darüber hinaus kommt es zu starker Kondenswasser- und Kohlendioxidbildung im Zeltinneren.

Wasserdichtigkeit:

Die Wasserdichtigkeit wird mit dem Wert der Wassersäule angegeben. Unter einen Messzylinder werden 10 cm2 Stoff gespannt und der Zylinder mit Wasser gefüllt. Der Grenzwert, bei dem das Wasser beginnt, sich tröpfchenweise durch das Material zu drücken, bezeichnet die Wassersäule. Genauso wichtig ist jedoch die Langlebigkeit der Beschichtung, d.h. die Gewährleistung, dass das Material auch nach langer Zeit noch wasserdicht ist.


Rucksack 

Trekkingrucksäcke:

Da verhält es sich mit dem Rucksack nicht anders als mit Wanderstiefeln: Sie müssen passen (siehe Rückenlänge). Nur dann hängt das Gewicht des Rucksacks nicht auf den Schultern, sondern wird auf die Hüfte gebracht..!  

Die Rückenlänge:

Kein Rücken gleicht dem anderen. Jede Körperstatur ist anders ausgebildet und es lohnt sich daher, beladene Rucksäcke mit unterschiedlichen Tragesystemen zu testen, um das Richtige für sich zu ermitteln. Die Rückenlänge ergibt sich aus dem Abstand zwischen Oberkante der Schulterblätter bzw. dem Nackenwirbel (leicht erfühlbar) bis zur Oberkante der Beckenknochen. Den Rucksack ausschließlich nach dem Volumen des Packsacks zu wählen, ist falsch, die Größe ist lediglich ein Richtmaß. Sicher soll die benötigte Ausrüstung in den Sack, aber es wird nie einen 80 Liter Rucksack mit extrem kurzer Rückenlänge geben und auch keinen besonders kleinen für lange Rücken. Volumen und Rückenlänge stehen immer im gesunden Verhältnis.  

Anpassen des Rucksacks:

Vor dem Schultern des Rucksacks, zuerst einmal alle Riemen und Schulterträger lockern. Dann den Ruckack schultern, und den Hüftgurt mittig auf dem Hüftknochen plazieren. Danach die Schulterträger festziehen, nur nicht zu stramm, weil sonst die Last nicht mehr vom Hüftgurt sondern von den Schulterträgern getragen wird. In schwierigen Geländeverhältnissen kann man noch die Lageverstellbänder anziehen, das ergibt einen besseren Kontakt zum Rücken und somit mehr Stabilität. Lässt man die Lageverstellriemen etwas lockerer, verbessert dies die Belüftung. 

Richtig packen:

In groben Zügen: Der Schwerpunkt sollte dicht am Körper, möglichst in Schulterhöhe liegen. Der Schlafsack gehört normalerweise ins Bodenfach. Küche, Zelt, Proviant und Bekleidung ins Hauptfach; Kleinkram, Müsliriegel, Kamera sind im Deckelfach zu verstauen. Zeltgestänge und Isomatte außen. Letztere können senkrecht am Packsack mit umlaufenden Spannriemen befestigt werden. Extra Packbeutel schaffen innen Ordnung, sollten aber nicht zu prall gefüllt werden (besonders schlecht: hart komprimierte Schlafsäcke), dadurch entstehen zu viele tote Winkel.  

Die Belüftung:

Belüftung ist ein umfassendes Thema: Für gewöhnlich wird unterm Rucksack geschwitzt, weil direkter Kontakt zum Rücken besteht und sich die Wärme staut. Findige Tüftler haben eine Art Abstandshalter zur Belüftung konstruiert: Zwischen Sack und Rücken zirkuliert die Luft und kühlt den Rücken. Einerseits durchaus komfortabel, andererseits rauben sie Volumen. Eine zweite Variante ist offenzelliger Polsterschaum, Bezüge aus Netzgewebe, sowie flache Kanäle, die zwischen den Polstern Luftraum entstehen lassen, durch den Ventilation stattfinden kann.


Schuhe 

Wanderschuhe

Auf Trekkingtouren sind Wanderschuhe das Transportmittel für etwa 80 kg Lebendgewicht mit durchschnittlich 15 kg Gepäck! Ein triftiger Grund, ein Augenmerk darauf zu werfen. Von Wandersandalen bis Schalenstiefel gibt es nichts, was es nicht gibt. Klare Entscheidungen sind gefragt! Dschungel, Wüste, Gletscher, flache Wiesen, kombinierte Touren, Trekking, Gebirge, Geröll, Schnee? Zu Fuß, per Rad oder Boot? Sommer oder Winter? Wo will ich hin? Und was werde ich dort unternehmen? Bevor du dir dessen nicht bewusst bist, kaufst du bitte keinen Schuh! Der Schuh muss passen. „Natürlich!“, wirst du jetzt denken und den ersten Wandertag unter Umständen trotzdem mit Blasen an den Füßen beenden. Lass dir Zeit für die Entscheidung, aber kaufe den Schuh rechtzeitig! Du musst dich an ihn gewöhnen und ihn ggf. einlaufen. Folgendes ist vor dem Kauf wichtig: – Kennst du deine Schuhgröße genau? Sonst messe erstmal deinen Fuß! – Probiere den Schuh erst, wenn deine Füße schon etwas ausgedehnt sind. Nach einem Spaziergang, am Nachmittag o.ä.. Füße schwellen durch längeres Gehen an. Passt der Schuh dann noch? – Sitzt er auch mit deiner eigenen Wandersocke (oder Socken ähnlicher Stärke)? – Stoßen die Zehen beim Modell deiner Wahl auch dann nicht vorne an, wenn du bergab gehst? – Sitzt die Ferse fest? Komfort versprechen alle Hersteller! Doch so unterschiedlich wie Füße sein können, fallen auch die Schuhe aus.  

Hiking-Schuhe

Zwischen den Klassikern haben sich Hiking-Schuhe einen festen Platz erobert: sie sind vor allem leicht und flexibel. Allroundmodelle, sportlich-bequem, griffig im Profil, trittsicher, fest genug für Touren mit kleinem Gepäck, fürs Rad nicht zu klobig und im Alltag kein Klotz am Bein. Raus aus dem Büro und rein in den Wald. Hiking geht über in den Bereich der

leichten Wanderstiefel. Sie sind in der Regel aus Nylon und Veloursleder oder Leder; zum Teil mit wasserdichter Membran ausgestattet. Ein leichter Wanderstiefel hat nicht nur eine feste Sohle, sondern bietet durch seinen Schaft Stabilität im Knöchel. Für 2- oder 3-tägige Kurztouren meist ausreichend.

Feste Wanderstiefel werden am häufigsten getragen. Als solide Begleiter für längere Rucksacktouren verfügen sie über einen stabilen Schaft, eine gute Dämpfung (dauerhaft), abriebfeste und griffige Laufsohlen mit Absatz, exzellentes Leder, etc.. Für Wanderer mit nordisch-feuchtem Ziel gibt es Lederstiefel auch mit wasserdichter Membran. Die gesamte Sohlenkonstruktion ist entsprechend der Abrollbewegung vorgeformt.  

Wasserdicht & atmungsaktiv

Früher waren nur schwere Bergstiefel aus dickem Leder dauerhaft wasserdicht, heute können es dank Gore-Tex & Co. auch die leichten Wanderschuhe aus Cordura-Nylon und einfachem Leder sein.

Aus der Praxis: durch Socken und Hosenbeine, die Feuchtigkeit aufsaugen, entsteht manchmal der Eindruck, dass der Schuh nicht dicht ist. Gamaschen schaffen Abhilfe! Wer jetzt glaubt, mit atmungsaktivem Schuhwerk sei die Zeit der feuchten Füße und der Schweißfüße endgültig vorbei, irrt. Für die optimale Funktion muss ein bestimmtes Druckgefälle herrschen (niedrige Außentemperatur). Dazu kommt, dass alle atmungsaktiven Folien, Membranen in einem bestimmten Zeitraum nur eine begrenzte Menge Feuchtigkeit diffundieren lassen. Früher wurden Membranen im Schuh einfach verklebt. Einige Stellen wurden durch Kleber verstopft und funktionierten gar nicht. Heute befinden sich die Fixpunkte nur noch am Schaft und im Sohlenbereich, folglich liegt die Atmungsaktivität deutlich höher. Schuhe lassen Dampf ab!

Das Prinzip: Fußschweiß gelangt über Feuchtigkeit leitendes Futter und entsprechende Polster vom Fuß in den Schaft/die Zunge und soll dort durch eingestanzte Löcher/Kanäle entweichen.


Und für alle Outdoor-Erfahrene gilt wie immer der Rat:

“Es gibt Dinge, die notwendig sind, Dinge, die ganz furchtbar notwendig sind, und Dinge, die absolut lebensnotwendig sind. Nimm von der letzten Kategorie die Hälfte mit - und du wirst sehen, es reicht.”