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Was ist Geocaching? Ich versuch mal es zu erklären: Ich verstecke also zum Beispiel eine Tupperdose, in die ich einen kleinen Notizblock stecke, im Teutoburger Wald in einem holen Baum. Mit Hilfe eines GPS-Gerätes notiere ich mir die Koordinaten, die die genaue Lage dieses Baumes beschreiben. Anschließend hinterlege ich diese Daten unter dem Namen " Der hohle Baum vom Teutoburger Wald" auf einer Internetseite. Ein anderer Geocacher, der sich gerade in der nähe des Teutoburger Waldes befindet, sucht nun unter dem Stichwort "Teutoburger Wald" auf derselben Internetseite nach versteckten Caches, stößt dabei auf meine Daten, gibt sie in sein GPS-Gerät ein und macht sich auf die Suche nach diesem Baum. Er entdeckt die Dose und schreibt « Ich war da » auf den Notizblock. Wieder zu Hause angekommen, trägt er sich außerdem auf der Webseite ein, auf der er den Hinweis gefunden hat. So weiß ich dann, dass jemand meinen Cache gefunden hat. Um das mal allgemein zu formulieren: Irgendjemand bewegt sich irgendwohin und versteckt irgendwo irgendwas irgendwie. Er notiert sich das irgendwo in form vom GPS-Koordinaten und stellt diese dann ins Internet. Ein anderer Geocacher versucht nun, die diversen Fragepronomen hinter den jeweiligen « irgend » zu ersetzen. Das Irgendjemand ist relativ einfach zu benennen, denn es steht in der Beschreibung drin, das irgendwohin ist schon schwieriger, man muss es entweder durch Lösen eines Rätsels herausfinden, oder man hat es schon, weil der Ort des Versteckes in Koordinaten angegeben ist. Aber jetzt wird es richtig spannend: Wo genau an den angegebenen Koordinaten liegt das versteckte Irgendwas? Unter der Erde? Auf einem Baum? Hinter einem Stein? Neben einer Mauer? Über einem Vordach? In einer Höhle? Vor einer Wurzel? Mitten auf dem Feld? An einer Stange? Bei einer Wegkreuzung? Außerhalb einer Burgmauer? Oben im Baum? Unter einer Parkbank? In einem Metallrohr? Unten im Wasser? Zwischen Bodenplatten? Natürlich fehlt noch das Irgendwie? Hat der Versteckende den Cache vergraben, festgebunden, angenagelt, aufgehängt, abgeseilt, mit einem Magneten befestigt, hingelegt, unter Wasser versteckt, mit Laub bedeckt, der Umgebung angepasst oder so offensichtlich platziert, dass man ihn einfach nicht sieht? Und - nicht zu vergessen - das Was: Ist es eine große Box oder eine kleine Filmdose, eine Tüte, eine Kiste, ein Haus oder nur ein Stuhlprobenröhrchen? Was ist drin? Mal nur ein kleiner Zettel, auf dem man dann notiert wer man ist und wann man da war. Oder aber es liegen ganz viele kleine Schätze ( Trades ) zum Tauschen drin, von denen man sich eines nimmt und dafür etwas Gleichwertiges hineinlegt. Am Ende setzt man sich vor den PC und gibt einen so genannten Log ein, in dem man beschreibt, wie viel Spaß das alles gemacht hat. Außerdem schreiben hier die erfolgreichen Sucher, was sie so für Erfahrungen gemacht haben. Diejenigen die nicht ganz so erfolgreich waren, erklären dagegen, warum sie es nicht geschafft haben. So weit zu den Grundregeln. Natürlich steckt viel mehr dahinter. Beispielsweise gibt es unterschiedlichste Cache-Arten, vom einfachen Cache, bei dem man praktisch fast mit dem Auto vorfahren kann über Caches, die nur mit speziellem Equipment erreichbar sind (z. B. mit Bergsteiger- oder Schnorchelausrüstung) bis hin zu Rätselcaches, die vor Ort oder sogar schon im Vorfeld Recherche und Knobelei erfordern. Aber eine Gemeinsamkeit gibt es immer: Der mit dem Geocaching verbundene Spaß. Spaß am Unterwegssein, am Draußen sein. Spaß an der Suche und der Knobelei. Spaß an der Herausforderung. Und Spaß am Austausch mit anderen Geocachern - über die Logbucheinträge, über die einschlägigen Websites oder Foren oder auch bei Treffen, sogenannten Event-Caches. Die Faszination Geocaching ist schwierig auf den Punkt zu bringen, denn so unterschiedlich wie die Cachetypen, so abwechslungsreich wie die Landschaften, in denen Caches versteckt sind, so verschieden sind auch die Geocacher-Typen: Während die einen Geocaching als Zusatzanreiz beim sportlichen Wandern betreiben, nutzen andere den Reiz der Schatzsuche einfach, um ihre Kinder (oder sich selbst) zu Ausflügen zu bewegen. Die einen reizt besonders die Knobelei und das Suchen, andere hassen genau dies, denn für sie liegt der Spaß eher darin, sich durch unwegsames Gelände zu kämpfen oder einfach nur schöne Touren zu machen und die reine Schatzsuche dabei nur als kleine Nebenfreude "mitzunehmen". |